{"id":100123,"date":"2021-11-09T07:32:00","date_gmt":"2021-11-09T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=100123"},"modified":"2021-11-04T13:16:22","modified_gmt":"2021-11-04T12:16:22","slug":"rohstoffe-deutlich-teurer-kosten-fur-papierherstellung-explodieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/rohstoffe-deutlich-teurer-kosten-fur-papierherstellung-explodieren\/","title":{"rendered":"Rohstoffe deutlich teurer: Kosten f\u00fcr Papierherstellung explodieren"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Schwierige Zeiten f\u00fcr Druckereien und Verlage: In den vergangenen Jahren sinkt die Produktion von Zeitungen und Prospekten. Das Altpapier fehlt nun in den Fabriken. Zudem sind durch die Corona-Pandemie die Rohstoffe knapp. Die Folge sind heftige Preissteigerungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Papiermarkt gibt es angesichts von Lieferengp\u00e4ssen infolge der Corona-Krise massive Preissteigerungen. Vor allem Rohstoffe wie Altpapier oder Zellstoff, die zur Papierherstellung notwendig sind, verteuerten sich &#8220;\u00fcberdurchschnittlich&#8221;, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. So h\u00e4tten sich die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr gemischtes Altpapier im September 2021 mit einem Plus von gut 222 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat mehr als verdreifacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Papier- und Pappereststoffe waren im Gro\u00dfhandel zuletzt um 147 Prozent teurer. Aus dem Ausland importiertes Altpapier kostete ebenfalls deutlich mehr: Die Einfuhrpreise lagen um 75 Prozent \u00fcber denen im September 2020. Holz- und Zellstoff, der nach Angaben des Bundesamtes &#8220;von Toilettenpapier bis Schreibpapier&#8221; ebenfalls ein wichtiger Rohstoff zur Papierherstellung ist, kostete bei Einfuhr knapp 46 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Grund f\u00fcr den Mangel an hochwertigerem Altpapier, welches f\u00fcr bestimmte Druckerzeugnisse wie Zeitungen ben\u00f6tigt wird, ist nach Angaben des Bundesamtes die seit Jahren sinkende Produktion von sogenanntem grafischen Papier zum Bedrucken, Beschreiben und Kopieren. Im Jahr 2010 waren demnach noch 6,62 Millionen Tonnen solcher Papiere in Deutschland hergestellt worden &#8211; 2019 waren es dann mit nur noch 5,07 Millionen Tonnen 23,4 Prozent weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Nach Ausbruch der Corona-Pandemie, als kaum Veranstaltungsflyer ben\u00f6tigt wurden und Firmen weniger Werbematerialien drucken lie\u00dfen, ging die Produktion im Jahr 2020 noch einmal zur\u00fcck: um 11,5 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr auf 4,49 Millionen Tonnen&#8221;, erl\u00e4uterten die Statistiker. Insgesamt bedeutet das einen R\u00fcckgang binnen zehn Jahren um fast ein Drittel (32,2 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Produktion von Zeitungspapier nimmt seit Jahren ab<\/h3>\n\n\n\n<p>Zugleich h\u00e4tten die Printverlage den Umfang von Zeitungen reduziert, f\u00fchrte das Bundesamt weiter aus. Dadurch habe auch die Produktion von Zeitungsdruckpapier abgenommen. Mit 1,47 Millionen Tonnen wurden 2020 in Deutschland 42,6 Prozent weniger Zeitungsdruckpapier hergestellt als noch 2010. Dieses Papier fehlt nun f\u00fcr die Wiederverwertung.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Anstieg gab es in den vergangenen Jahren indes bei der Produktion von Verpackungspapieren und -pappen. So wurden laut Bundesamt etwa von sogenanntem Wellenpapier, das aus Altpapier hergestellt und zur Polsterung von Verpackungen und Kartons genutzt wird, 2010 noch 1,61 Millionen Tonnen in Deutschland hergestellt. 2020 waren es bereits 4,36 Millionen Tonnen &#8211; ein Plus von gut 170 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ein gro\u00dfer Teil der ben\u00f6tigten Rohstoffe zur Papierherstellung nach Deutschland importiert wird, haben steigende Rohstoffpreise und eine gr\u00f6\u00dfere Nachfrage vor allem nach Verpackungen und Kartonagen auch die Erzeugerpreise f\u00fcr bestimmte Papierprodukte deutlich steigen lassen. Bei Wellenpapier etwa legten sie gegen\u00fcber September 2020 um 78,5 Prozent zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern seien die deutlichen Preissteigerungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen aber &#8220;bisher erst in vergleichsweise geringem Umfang angekommen&#8221;, erl\u00e4uterten die Statistiker weiter. Papierprodukte wie Druckerpapier oder Schulhefte waren im September demnach um 4,5 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise insgesamt legten im selben Zeitraum um 4,1 Prozent zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwierige Zeiten f\u00fcr Druckereien und Verlage: In den vergangenen Jahren sinkt die Produktion von Zeitungen und Prospekten. Das Altpapier fehlt nun in den Fabriken. Zudem sind durch die Corona-Pandemie die Rohstoffe knapp. Die Folge sind heftige Preissteigerungen. Auf dem Papiermarkt gibt es angesichts von Lieferengp\u00e4ssen infolge der Corona-Krise massive Preissteigerungen. 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